Ernst Moritz Arndt Universität Greifswald

Philosophische Fakultät

Institut für Fremdsprachliche Philologien
Baltistik

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SIB I

ERNST-MORITZ-ARNDT-UNIVERSITÄT GREIFSWALD

SCHRIFTEN DES INSTITUTS FÜR BALTISTIK (SIB)

Band 1

ASPEKTE BALTISTISCHER FORSCHUNG

JOCHEN D. RANGE (HG.)

Essen: Verl. Die Blaue Eule, 2000
404 S., DM 84,-
ISBN 3-89206-929-8

Der 1. Band der Schriften des Instituts für Baltistik der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald enthält 20 Beiträge aus 8 Ländern zur aktuellen baltistischen Forschung. Es werden nicht nur zentrale Themen der Baltistik, sondern weit in benachbarte Disziplinen, wie das Slavische, das Ostseefinnische, das Deutsche oder die Indogermanistik, hineinreichende Fragestellungen behandelt. Verschiedene Beiträge diskutieren methodische Fragen von grundsätzlicher Bedeutung.

Der Band ist dem Baltisten und Slavisten Rainer Eckert gewidmet und schließt mit einem Verzeichnis seiner zahlreichen baltistischen Schriften ab.


INHALT  
Vorwort 7
SAULIUS AMBRAZAS. Zur Entwicklung der Nomina attributiva in den baltischen Sprachen 13
GERTRUD BENSE. Judit ir Olopernas. Zu den "biblischen Historien" auf Litauisch 1742 21
ELVIRA-JULIA BUKEVICIUTE. Zum Gebrauch des substantivischen Duals in der preußisch-litauischen Bibel von J. J. Quandt 39
PAOLA COTTICELLI-KURRAS. Der Tempuswechsel in den litauischen Märchen 69
PIETRO U. DINI. Die baltischen Sprachen bei Hieronymus Megiser 89
FRIEDHELM HINZE. Pomoranisch zizaga/zizoga u.a. ‘Riese’ sowie andere Bezeichnungen des Riesen im Pomoranischen 109
WOLFGANG HOCK. Balto-Slavisch‚ Indo-Iranisch‚ Italo-Keltisch. Kriterien für die Annahme von Sprachgemeinschaften in der Indogermania 119
KONSTANTINS KARULIS. Baltisches Deutsch und Lettisch. Zur sprachlichen Interferenz 146
JAN PETER LOCHER. Lett. Meza mate ‘Waldmutter’ und ähnliche göttliche Natur-Wesen 174
BAIBA METUZALE-KANGERE. Derivational Processes and Conjugational Type –st- verbs in Latvian 187
GUIDO MICHELINI. Zu den auf Luther fußenden Übersetzungsbesonderheiten des Römerbriefes in den Evangelias bei Epistolas aus dem Jahr 1579 196
NIKOLAI MIKHAILOV. Einige Anmerkungen zum Begriff "Baltisch-Slavische Mythologie" 206
ANATOLIJ P. NEPOKUPNYJ. Ukr. Str'jash-Strivigor, Strivjash i. prus. Strowange kak varianty kompozity stru-/ *stru- ueng(h) -r- v gidro- i toponimiki Dnestra, Visly i Pregoly 226
JOCHEN D. RANGE. Zur kontrastiven Beschreibung der Wortbildungskategorie Nomen loci in den balt. Gegenwartssprachen 239
MAXIMILIAN RANKL. Der Stoff von Herkus Monte bei Rolf Lauckner und Juozas Grušas. Zum Phänomen der Prußen als Identifikationspotential in der Literatur des Dritten Reiches und Sowjetlitauens 252
BERNFRIED SCHLERATH. Chylinskis Übersetzung des Neuen Testaments: Überlegungen zu seiner Vorlage 279
WILLIAM R. SCHMALSTIEG. Dativ or Accusative, A Latvian parallel to Proto-Indo-European 291
VLADIMIR N. TOPOROV. Iz balto-slavjanskoj leksikologii 301
VAIRA VIKE-FREIBERGA. Of golden-winged fish and black-eyed rivers: the bahuvrihi epithet in the Latvian dainas 318
EBERHARD WINKLER. Zum Stoßton im Ostseefinnischen 344
ZIGMAS ZINKEVICIUS. Die untergehenden litauischen Mundarten in Weißrußland und Polen 364
JOCHEN D. RANGE. Rainer Eckert – Ein baltisch-slavischer
Lebensweg
385
Verzeichnis der baltistischen Publikationen Rainer Eckerts 385
Die Autoren des Bandes 399


DER HERAUSGEBER:
Jochen Dieter Range, Jahrgang 1941. Studium der Slavistik und Phonetik/ Phonologie an der Freien Universität Berlin und an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 1969-1974 Assistent am Seminar für Allgemeine und Indogermanische Sprachwissenschaft der LMU München. Ab 1971 Zweitstudium der Baltistik. 1987 Promotion im Fach Baltische Philologie. Habilitation 1992 für das Fach Baltische Philologie an der Universität Münster. Seit 1997 Professor für Baltische Philologie an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Forschungsschwerpunkt: Baltische Philologie, Textedition (Mitherausgeber der Kritischen Edition der altlitauischen Bretke-Bibelübersetzung 1579-1590), Sprachenkontaktforschung.