Ernst Moritz Arndt Universität Greifswald

Philosophische Fakultät

Institut für Baltistik

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Institut für Baltistik, Domstr. 9/10, 17489 Greifswald
Tel.: +49 (0) 3834 863201, Fax: +49 (0) 3834 863203
baltist@uni-greifswald.de


Alle Studenten, Absolventen und Freunde der Baltistik in Greifswald können sich in unsere Mailingliste einschreiben, um immer über aktuelle Geschehnisse informiert zu sein:

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Das Studium der Baltistik

Wieso reist ein Sprachwissenschaftler aus Prag im 19. Jahrhundert zum Litauisch lernen nach Preußen, warum schreibt ein Student im estnischen Dorpat  fast zur selben Zeit an seine Wohnheimtür „Ich bin ein Lette!“ und weshalb verfasst ein deutscher Schriftsteller 100 Jahre danach in Berlin einen Roman über „Litauische Claviere“?  Wieso lebt mehr als ein Viertel der Litauer in Chicago, wie bringt man mit Liedern ein System ins Wanken und was haben Cepelinai mit den Zeppelins gemeinsam?  Wer diesem und anderem auf die Spur kommen will, der hat sich auf das in Deutschland einzigartige Studienfach  namens „Baltistik“ eingelassen, das als Bachelorteilstudiengang an der Universität Greifswald studiert werden kann. Nicht nur die Sprachen und Literaturen der Litauer und Letten, sondern auch die Stellung der Pruzzen in der Sprach- und Kulturgeschichte der Balten  sind Gegenstand dieser philologischen Studienrichtung. Die Liebe zum Wort, die Lust am Lesen und das Verlangen, Neues zu entdecken, es sich systematisch zu erschließen, Antworten auf Fragen zu finden und neue Fragen zu stellen – wer daran Vergnügen hat, der verfügt bereits über optimale Grundvoraussetzungen für dieses Studienfach!

Unser philologischer Blick auf das Baltikum umfasst sprachliche, literarische und kulturelle Entwicklungen Lettlands und Litauens. Dazu werden Kenntnisse in mindestens einer der beiden baltischen Sprachen erworben. Das Studium ihrer Strukturen und gesellschaftlichen Funktionen wie auch die Analyse literarischer Prozesse im europäischen Kontext führen zu breitgefächertem kulturraumspezifischen Wissen und entwickeln methodisch-fachliche, kulturelle und persönliche Kompetenzen.

Ausschlaggebend für den späteren beruflichen Weg sind vor allem die gewählte Fächerkombination und die individuellen Interessen. An der Philosophischen Fakultät der Universität Greifswald kann Baltistik unter anderem mit folgenden zweiten Fächern kombiniert werden: Bildende Kunst, Deutsch als Fremdsprache, Geschichte, Kommunikationswissenschaft, Kunstgeschichte, Musik, Musikwissenschaft, Öffentliches Recht, Privatrecht, Philosophie, Politikwissenschaft, Wirtschaft oder eine zweite Philologie wie Anglistik/Amerikanistik, Fennistik, Germanistik, Skandinavistik oder Slawistik. Aus diesen Kombinationen ergeben sich Arbeitsfelder in der Tourismusbranche und dem Literatur- und Kulturmanagement, in Kulturredaktionen verschiedener Medien, in Übersetzungsagenturen, Verlagslektoraten und Kulturreferaten öffentlicher Einrichtungen, in Museen wie auch in Institutionen des Internationalen Rechts, der EU-Verwaltung und in diplomatischen Vertretungen. Studienaufenthalte an den Partneruniversitäten in Rīga, Rēzekne, Vilnius, Kaunas und Klaipėda schaffen hierzu beste Voraussetzungen!

Lehrstuhl für Baltistik bietet seinen Studierenden ausgezeichnete Lernbedingungen in kleinen Seminargruppen und internationaler Atmosphäre. Die moderne Universitätsbibliothek auf dem neuen Campus ist mit dem deutschen Sondersammelgebiet „Baltische Länder“ hervorragend ausgestattet. Mit dem Rad sind aufgrund der guten Infrastruktur der „Fahrradhauptstadt Deutschlands“ alle Anlaufpunkte des studentischen Lebens schnell erreichbar. Die schöne Lage der Hansestadt an der Ostsee mit ihren vorgelagerten Inseln und den Boddenlandschaften lädt ein zum Verweilen in der Natur wie auch zum sportlichen Ausgleich beim Segeln, Surfen und Wasserwandern.